Housesitting | Perth

17.12.2017 -16.01.2018

Housesitting > live in and look after a house while its owner is away<. Hört sich entspannt an? War es in meinen Fall auch. Vom 17.12.2017 bis zum 16.01.2018 habe ich in dem Haus von Sam und Andys Freunden gewohnt, da diese für vier Wochen nach England verreist sind. Diese vier Wochen waren mit Abstand die entspanntesten und ereignislosesten Wochen in den letzten Monaten hier in Australien.

Knapp eine Woche bevor ich aus dem Haus meiner Gasteltern ausgezogen bin, kam die Mama meiner Gastmutter aus England an. Ich habe mich auf Anhieb sehr gut mit ihr Verstanden und so haben wir viel Zeit gemeinsam mit den Kids in meiner letzten Arbeitswoche verbracht.  Zusammen mit meinen Gasteltern saßen wir abends noch oft im Garten und haben den Tag entspannt  mit ein Glas Wein oder einem Bier ausklingeln lassen. Am Freitag (15.12.2017) reisten auch die Eltern von Andy an. Sie sollten in den kommenden Wochen in meinem Zimmer schlafen, weshalb ich für die letzten zwei Nächte ins Spielzimmer umgesiedelt bin. Ich hätte auch in Avas Bett schlafen können, aber darauf habe ich freiwillig verzichtet. Denn Isaac schlief bereits bei seinen Eltern im Bett, damit seine Oma sein Zimmer haben konnte.

Am Sonntag stand dann mein Auszug bevor. Da ich jedoch nur fünf Minuten zu Fuß von meinen Gasteltern entfernt wohnte, handelte es sich nicht wirklich um einen Abschied. Schließlich war ich herzlich eingeladen jederzeit vorbei zukommen und die Weihnachtstage hatte ich auch mit ihnen verbracht.  Mittags waren wir alle noch zusammen Essen und gegen 13 Uhr hat mich meine Gastmutter mit meinem Gepäck zu ihrer Freundin gebracht. Ich kannte sie und ihre Familie bereits und durch eine ausführliche Haustour eine Woche zuvor, war ich auch mit dem Haus soweit vertraut. Nachdem die letzten Hinweise und die Schlüssel ausgetauscht wurden, wurden Mia und ihre Familie zum Flughafen abgeholt.

Damit ich den restlichen Tag nicht alleine verbringen musste, kamen Mia und Melissa kurz darauf zu Besuch. Zusammen haben wie die Netflix-Serie „Dark“ begonnen und uns bei UberEats Essen bestellt. Dieser Abend war der Auftakt von vielen Netflix-Abenden und UberEats Bestellungen mit Freunden. Tagsüber habe ich die meiste Zeit  im Garten oder am Strand verbracht.

Nur faulenzen war aber auch nicht angesagt. Ich hatte noch ein paar Babysitter Jobs tagsüber oder in den Abendstunden und Lebensmittel mussten auch eingekauft werden. Nebenbei hatte ich die Aufgabe einmal in der Woche beide Gärten zu bewässern, mich um die Krebse und die Katze der Mädels zu kümmern. Zugegebenermaßen war dies nicht wirklich schwer. Die Krebse haben nur einmal die Woche Futter bekommen, nur das Wasser sollte jeden Tag gewechselt werden. Die Luftfeuchtigkeit im Terrarium  sollte zwischen 50% und 70% liegen. Der Kater verbrachte seine meiste Zeit draußen, wodurch er mir erst abends manchmal beim Fernsehen Gesellschaft geleistet hat.

Ich habe die Zeit für mich wirklich genossen. Ich konnte tun und machen was ich wollte, wie ich es wollte und besonders wann. Wenn man in einem Haushalt mit Kindern zusammenlebt nimmt man immer Rücksicht auf diese, besonders in den späten Abendstunden. Meine Gasteltern waren zwar nie pingelig oder wollten immer Bescheid wissen wo ich mich tags- oder nachtsüber aufgehalten habe. Trotzdem tat es gut sich unabhängig zu fühlen. Besonders nicht mehr um halb sieben morgens von Kindergeschrei wach zu werden, hatte definitiv seinen Vorteil.

Ich habe die beiden natürlich trotzdem vermisst. Somit war ich ab und zu beim Dinner bei meiner Gastfamilie. Oder ich habe den Nachmittag mit Ava und Isaac im Pool oder mit, wie soll es auch anders sein, Schwertkämpgen und Lego spielen verbracht. Außerdem habe ich auch die Weihnachtstage mit meiner Gasfamilie und ihren Freunden zusammen gefeiert, somit kam in keiner Sekunde in den vier Wochen das Gefühl von Einsamkeit auf.

Die vier Wochen sind, natürlich, wieder viel zu schnell vorbeigenagen, Mit dem Ende des housesitting rückte meine Heimreise immer näher. Genau 20 Tage waren es, bis ich wieder zurück in Deutschland sein würde.  ❤

Ich habe mich in dem Haus wirklich sehr wohl gefühlt und da in meiner Anwesenheit auch alles reibungslos funktioniert hat, wollen Mia und Alex ab jetzt immer Jemanden in ihrem Haus haben, wenn sie länger verreisen. Sollte somit eine Fernreise in den kommenden Jahren anstehen, werde ich nur allzu bereit sein diesen Job anzunehmen um zurück nach Perth zukommen.

Tatjana 🙂


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