Kangaroo Island

29.April – 1. Mai.2017

Kangaroo Island ist die drittgrößte Insel in Australien. Sie liegt süd-westlich von Adelaide und zählt um die 4000 Einwohner. Drei Tage hatten Luisa, Alexandra und ich Zeit um die Insel zu erkunden und diese Zeit haben wir wirklich sehr gut ausgenutzt.

Da die Touren die nach Kangaroo Island angeboten werden relativ teuer sind, hatten wir Glück, dass wir unseren Trip selbst planen konnten. Ich durfte mit meinem Auto nach Kangaroo Island fahren und da die Eltern von Luisas Gastmutter ein Haus auf der Insel besitzen haben wir auch Geld bei der Unterkunft gespart.

Letztendlich kamen „nur“ Kosten für Sprit, sowie die Gebühren für die Fähre (196 $) und zuvor eingekaufte Lebensmittel auf uns zu. Außerdem war es auch um einiges entspannter sich seine Tage selbst einzuplanen, da wir von niemanden anhängig waren.


To-Do’s auf Kangaroo Island

Pennington Bay

Emu Bay

Stokes Bay

Seal Bay Conservation Park

Little Sahara

Vivonne Bay

Flinders Chase National Park

Admirals Arch | Remarkable Rocks

D’Estress Bay

Clifford’s Honey Farm

kis Kangaroo Island Spirits


Ich hatte von Freitag auf Samstag bei Luisa geschlafen, da ich sonst Luisa und Alexandra noch hätte einsammeln müssen bevor es für uns auf den Weg nach Kangaroo Island ging. Um sechs sind wir aufgstanden und leider etwas verspätet kurz darauf bei Alexandra angekommen. Zusammen sind wir dann eineinhalb Stunden südlich nach Cape Jervis gefahren, wo sich die Fähre nach Kangaroo Island befindet. Die Fähre brauchte nur 45 Minuten und nach weiteren 30 Minuten sind wir dann an unserer Unterkunft angekommen. Das Haus liegt am American River, wodurch wir einen super schönen Ausblick hatten. Dadurch, dass Kangaroo Island nicht viele Einwohner hat und die meisten Häuser Ferienhäuser sind, kam man sich doch etwas verlassen auf der Insel vor.

Nachdem wir unsere Taschen ausgepackt hatten, haben wir uns direkt auf den Weg gemacht die Insel zu erkunden. Entlang der Nord-Ostküste haben wir Pennington Bay, sowie Kingscote besichtigt – die Haupstadt auf Kangaroo Island. Im Vergleich zu Städten in Deutschland oder Australien, glich Kingscode aber einem verlassenen kleinen Dorf. Um 13 Uhr haben dort schon so gut wie alle Geschäfte bzw Restaurants zu gemacht und man ist so gut wie niemanden auf der Straße begegnet.

Nachdem wir aber noch eine Pizzeria ausfindig gemacht haben sind wir gestärkt nach Emu Bay gefahren. Da wir mittlerweile schon Herbst in Australien haben und wir dies hier im Süden auch deutlich zu spüren bekommen, hat der doch eigentlich schöne Strand durch die graue Wolkendecke leicht an Charm verloren. Auch die vielen Algen haben nicht zum perfekten Fotomotiv beigetragen. Trotzdem konnten wir uns gut vorstellen,  das an warmen sonnigen Tagen der Strand unglaublich schön ist, da er neben glasblauen Wasser und weißen Sand von vielen Bäumen umringt wird.

Kurze Zeit später haben wir uns auf den Weg nach Stokes Bay gemacht. Allerdings haben wir uns irgendwann nicht mehr auf einer der Haut- sondern auf einer der Nebenstraßen befunden. Wodurch der Weg holprig wurde und einiges länger gedauert hat. Schlussendlich hatten wir uns noch verfahren und da ich im Dunkeln nicht mehr vorhatte auf der Insel Auto zu fahren, haben wir den Heimweg angetreten. 🙂 Warum man lieber nicht in der Abenddämmerung beziehungsweise im dunkeln auf der Insel Auto fahren sollte, haben wir tagsüber schon an den vielen toten Kängurus oder Wallabys gesehen die auf der Straße oder am Straßenrand lagen. Am Sonntagabend haben wir jedoch dann selbst gemerkt, wie schnell es zu Tierunfällen kommen kann.


An Tag zwei haben wir uns um halb 10 auf den Weg gemacht und an diesem Tag so einiges gesehen und viele Kilometer hinter uns gebracht. Unser erster Stop war der Seal Bay Conservation Park. Für 16$ Eintritt konnten wir entlang von Dünen und Klippen zu mehreren Aussichtsplattformen laufen und Seelöwen beobachten.

Little Sahara“ ist auf Kangaroo Island eine aus mehreren unterschiedlich hohen bestehende kleine Dünenlandschaft. Das einzigartige ist, dass sie von Buschvegetationen umgeben ist. Deshalb haben wir uns natürlich am Sonntag auch auf den Weg dorthin begeben und haben uns von den dort verschiedenen Outdoor-Angeboten fürs „Schlittenfahren“ entschieden. Wir hatten das Glück, dass wir die Dünenlandschaft in den ersten 40 Minuten für uns alleine hatten.

Da Vivonne Bay nicht weit entfernt von der Dünenlandschaft ist, hatten wir uns entschieden auch dort hinzufahren. Jedoch kamen wir dort bei Regenwetter an und sind dadurch nach 10 Minuten wieder ins Auto gestiegen. Trotz des schlechten Wetters konnten wir einige Surfer im Wasser ausfindig machen, da dieser Strand bei Surfern super beliebt ist.

Wie unberechenbar das Wetter auf der Insel ist, wurde uns kurz darauf bewusst, als wir nach einigen Kilometern Richtung Westen bei Sonnenschein auf dem Weg zum Flinders Chase Nationalpark waren. Dort angekommen hat die Sonne geschienen und keine einzelne Wolke war am Himmel.  Außerdem haben wir dort am Eingang zum Park mehrere Kangaroo Island Kängurus gesehen. (Ja, sie heißen wirklich so).

Im Nationalpark haben wir dann die typischen Sehenswürdigkeiten der Insel angesehen –Admirals Arch und die Remarkable Rocks. Ein absolutes Highlight und die Must See’s, wenn man sich auf der Insel befindet. Normalerweise wimmelt es an diesen Orten nur von Touristen, aber dank der Jahreszeit und dem unbeständigen Wetter waren kaum Menschen unterwegs und an den Remarkable Rocks waren wir sogar schlussendlich alleine.

Nicht nur die Jahreszeit, sondern auch die späte Uhrzeit hat uns Ruhe und kaum Menschenaufkommen verschafft, denn um halb sechs ging bereits die Sonne unter und bei Dämmerung werden die auf der Insel lebenden Tiere aktiv . Wie bereits erwähnt haben wir tagsüber wirklich viele tote Tiere am Straßenrand oder auf der Straße gesehen. Auf dem Nachhauseweg wussten wir dann auch wieso es zu so vielen Tierunfällen kommt. Normalerweise hätten wir eineinhalb Stunden für die Strecke nach Hause gebraucht, wir waren jedoch drei Stunden unterwegs, da es trotz geringer Geschwindigkeit häufig passiert ist, das plötzlich ein Känguru die Straße überqueren wollte. Leider lassen sich die Tiere auch von heranfahrenden Autos überhaupt nicht aus der Ruhe bringen, weshalb ich oftmals überhaupt nicht einschätzen konnte, welchen Weg sie nun einschlagen werden, als sie das Auto gesehen haben.

Unfallfrei und nachdem wir noch eine Spinne aus unserem Auto entfernen mussten, sind wir, erschöpft vom Tag, an unserem Haus gehen halb neun angekommen.


Unser letzter Tag sollte wettertechnisch der schlechteste Tag werden mit einer Regenwahrscheinlichkeit von 80%. Allerdings hatten wir Glück und tagsüber nur Sonnenschein.

Als Geheimtipp unter den Bewohnern auf Kangaroo Island gelten die Red Banks. Da auch keine Straßenschilder zu diesen Strand führen und man sich auf keiner sehr gut befahrenen Straße befindet, können die Red Banks schnell in Vergessenheit geraten. Jedoch waren sie für uns die kurze Fahrt absolut wert und haben uns nochmal eine ganz neue, „unberührte“ Seite der Insel gezeigt.

Im Anschluss haben wir uns auf den Weg zur Clifford’s Honey Farm und zum Kangaroo Island Spirits begeben. „kis“ verkauft selbst gebrannten Gin, Vodka, sowie einige Liköre, mit einer zunächst kostenlosen Verkostung.

Kurz darauf haben wir uns nochmal auf den Weg zum Stokes Bay gemacht und ich bin unglaublich froh darüber! Der zunächst offensichtliche Strand ist kieselhaltig und von einer Felswand umgeben.  Durch diese führt ein zugegebenermaßen sehr enger Weg zum schönsten Strand an dem ich bis jetzt je war! In diesem Moment habe ich mir wirklich gewünscht, wir hätten einige Grad wärmer um im Meer schwimmen zu können und am Strand zu liegen und sich zu sonnen.

Unsere Fähre ging um 18:30 Uhr wieder zurück zum Festland und da wir schone eine halbe Stunde eher da sein sollten, haben wir uns nach Stokes Bay  auf den Weg zu Penneshaw gemacht, wo die Fähre an- bzw ablegt. Auf den Weg dorthin haben wir noch Halt am Baldin Beach gemacht, haben uns den Sonnenuntergang angesehen und waren noch etwas Essen.

Letzendlich haben wir die Insel dann schon um 18:20 im Regen verlassen und sind zurück nach Hause gefahren.

Die drei Tage auf Kangaroo Island haben wirklich ausgereicht um alles Sehenswerte auf der Insel zu sehen. Allerdings würde ich jedem raten, der in den Sommermonaten auf die Insel fährt, einen Tag länger dort einzuplanen um sich auch an den Stränden deutlich länger aufhalten zu können. Wir hatten trotz der zunächst schlechten Wetterprognosen wirklich Glück mit dem Wetter, da es so gut wie nur dann geregnet hatten, wenn wir im Auto saßen. Ich empfehle wirklich jeden einen Ausflug nach Kangaroo Island zu machen, der sich in der Nähe von Adelaide befindet. Die Natur ist einzigartig und unglaublich abwechslungsreich.

Zuhause angekommen, hat mich eine super süße Überraschung in meinem Zimmer erwartet. Es sind eben oftmals die Kleinigkeiten die einen wissen lassen, dass es Menschen gibt die froh sind, einen zu haben.

Welcome Home

 


Ein Gedanke zu “Kangaroo Island

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